© copyright by Detlef Maischak
 





Leseprobe aus meinem Buch.
 Es ist am 30.09.2013 erschienen.


Wege zum Horizont


Eine lyrische Wanderung






Was bleibt ?

Tausende Gedanken wuchsen in mir
Tausende Bilder in meiner Galerie
Vom Kinde an bin ich schon hier
Doch vom Tode sprach ich nie

Es kann doch nicht sein, von Jahr zu Jahr
Wen ich traf und was ich erlebt
Was ich getan und wo ich war
Das man mich von der Erde fegt

Und nichts soll mehr bleiben, nach dem Tod
Obwohl in jedem eine Welt erblüht
Obwohl  sich jeder als einmalig bot
Ist doch ungerecht, nun so gefügt

Was bleibt denn nur, legen wir uns nieder
Von mir und all den Menschen noch
Sehen nach dem Tode wir uns wieder
Oder liegen ganz tot wir dann im Loch

Was war der Sinn von unserem Sein
Ist das Ziel  der Weg, der Weg das Ziel?
Sind auserwählt ins Leben rein
Ist das zu wenig, ist das schon viel ?

Doch was bleibt denn über
Nach allem,  was das Leben uns bot
Bleibt von uns nichts, gehen wir dann rüber ?
Bleibt dann nichts als nur der Tod ?

21.04.2012




An alle Menschen

Ihr seid Menschen und Menschen können denken
Ihr seid Brüder und Schwestern, mit allen verwandt
Eure Geister voll Sinne, Sinne die lenken
Ihr seid Menschen, macht euch bekannt

Ihr seid Menschen und Menschen können fühlen
Ihr seid Freunde und Partner, einander verliebt
Eure Körper verlangen, verlangen zu berühren
Ihr seid Menschen, von Menschen geliebt

Ihr seid Menschen und Menschen können reden
Ihr seid Lehrer und Schüler, für alle Seelen
Eure Stimmen werden sanfter, sanfter sich heben
Ihr seid Menschen, keiner darf fehlen

Ja ihr seid Menschen und euer Gott immer gleich
Ja ihr seid Menschen und eure Erde nur eine
Euer Leben nur kurz, also macht es euch leicht
Euer Leben nur einmal, also bleibt nicht alleine

23.04.2012


Goethe

Wo Worte sich berühren
Vom Geiste hin zur Schrift
Um andere Geister zu verführen
Und der Geist den Meister trifft

Dort war genial ein Haupte
  Das Sinne fein durchwebt
Durchdacht an Sprache baute
Und jedes Wort durchlebt

Und sein Werk nun donnernd trieb
So mächtig in die Welt
So mächtig seine Feder schrieb
Die seine Hand noch heute hält

Die noch heute führt die Geister
Die nicht mehr irren durch Gedanken
Schon ein Wort bringt sie zum Meister
Wo schon viele Arme ranken

Er ist kein Gott, doch Gottesgleich
Sein Buch ein Testament
Er ist ein Fürst, an Worten reich
Ein Dichterfürst, den jeder kennt

16.04.2012



Meine Geister

Meine Geister  in Ecken versteckt
Doch warte, gleich kriechen sie vor
Seht nur, wie sich einer schon reckt
Ein Geist schon, der sich im Raume verlor

Und alle Geister mich nun umspinnen
Und alle sind von Freiheit erfüllt
Schnöde Gedanken werden zerrinnen
Nur Gute haben mich umhüllt

Endlich, endlich, meine Geister im Licht
Endlich, endlich, habe tief sie gespürt
Endlich, endlich, der Mammon bricht
Ein Diadem hat mich berührt

22.05.2012




Warten

Seit Geburt leben wir
Und  warten ein Leben
Sind einfach nur hier
Wollen Nehmen oder Geben

Worauf wir warten
Kann  keiner uns sagen
Wir können es erraten
An stillen Tagen

Wir leben, um zu warten
Im Glück, in der Not
Keiner muß raten
Nur warten, auf den Tod

18.05.2012




In der Stille

Nur die Uhr tickt
Ich bin allein
Von Gedanken erstickt
Keine Worte sind mein

Ein Kampf  sich mir stellt
Ich hier in der Stille
Gegen die  Welt
Ein Muß, nicht mein Wille

Nur die Zeit tickt
Wird mir Worte geben
Ich werde verrückt
Ein  normales Leben

18.05.2012



Machtlos ?

Wir fühlen uns machtlos
Gegen die Schergen da oben
Die lügen so famos
Können nur selber sich loben

Können nur selbst sich bedienen
Wie sie auch wollen
Und wir müssen nur dienen
Tun, was sie wollen

Die denken noch immer
Es geht immer so fort
Doch es wird schlimmer
In der Welt, hier im Ort

Die Schergen haben Ziele
Sind immer im Soll
Doch  sind wir ganz Viele
Haben die Nasen bald voll

18.05.2012






Teufel

In schwarzer, schauriger Nacht
Ziehen Blicke voll Abscheu hin
Wahn und Ängste sind erwacht
Ein Traum, hier ohne Sinn

Vor einem Feuer ich ganz erstarre
Ein Schatten nun, kriecht vor ihm her
O großer Gott, erlöse, bewahre
Ein Wesen wächst, wird groß und schwer

Holz aus der Klaue, nährt Feuer und Glut
Und im Lichterscheine zeigt sich dann
Der Teufel, halb Geist, halb Blut
Ein mieser Kerl, halb Tier, halb Mann

Durch rauchige Schwaden ganz häßlich
Zeigen auch Kleine ihre Fratzen
Hörner wie Stiere, behaart und gräßlich
Hufe als Füße, Hände wie Tatzen

Es wackeln und knallen ihre Schwänze
Es fliegen ihre Dreizacks mit drohend Gebärde
Um ihre Feuer kreisen blutige Tänze
In schwefliger Luft, ganz tief in der Erde

Und modrige Seelen schreien und fluchen
Aus Fegefeuer, tief unten, noch weiter
Leere Augen weinen und suchen
Doch es gibt nach oben keinen Weg, keine Leiter

Durch dunkle Pforten kann ich entkommen
Schaue noch ängstlich, doch werd ich nicht fehlen
Und Schauder, unsichtbar, hab ich vernommen
Die Teufel kommen, sie holen ihre Seelen

15.05.2012



Hexen

Im dunklen, kalten Wald
Wo kein Licht des Mondes scheint
Wo kein Wort nach außen hallt
Haben düstre Mächte sich vereint

Und nun lodern noch ganz fein
Flammen in der Runde
Und ein Wesen ganz allein
Sitzt hier zur letzten Stunde

Schon erstarrt ist jedes Blut
Und durch ein großes, weites Licht
Durch neues Holz in Feuers Glut
Zeigt sich ein runzliges Gesicht

Und wie Fäden graue Haare
Hängen herab auf knochig Leib
Lange Nägel, Gott bewahre
Kommt hervor ein schlimmes Weib

Und auch Katzenaugen blitzen
Auf dem Buckel in die Nacht
Dorthin wo noch and`re sitzen
Alle sind nun aufgewacht

Denn nun schaurig durch den Wald
Und über Wipfel fliegen die Wesen
Warte nur, sie kommen bald
Zu uns, auf ihren Besen

29.04.2012





Engel

Von oberen Hallen
Singen sie hernieder
Schon ewig fallen
Herab, ihre Lieder

Hymnen ganz leise
Nicht alle können hören
Und die hören, gehen auf Reise
Sich von Denen zu betören

Fliegen mit reiner Brust
Von Erden noch ganz bleich
Fliegen mit aller Lust
Hinauf, ins Himmelreich

Als letzte Schleier fallen
Stehen sie auf Wolkenhügel
Und sehen in diesen Hallen
Das Gewölbe voller Flügel

Sind nun zurück gekommen
Auf Erden wieder da
Und haben sie mitgenommen
Die ganze Engelsschar

24.05.2012




In der Früh

Rehlein, warum weinest du ?
Ich bin durstig, seh keine Quell
Und warum sind die Augen zu?
Ich bin müde, es ist nicht hell

Und eine Quelle fließt  dahin
Quelle, warum sind die Wellen nicht froh ?
Ich sehe nichts, mit schönem Sinn
Und in der Frühe sowieso

Nun geh ich auf die Höh
Sonne, warum bist du schwach ?
Weil mit der Zeit ich geh
In einer Stunde bin ich wach

Dann sehe ich zum Rehlein hin
Wie es trinkt von der Quell
Und die Wellen sehen den schönen Sinn
Denn die Sonne ist nun hell

12.05.2012


Liebe Besucher

Meine Gedichte sollen unterhalten, aber auch nachdenklich stimmen.Ich hoffe das Ihr Eure Favoriten findet. Die Themen sind vielfältig, Natur, Liebe, Feiertage, Schicksal und Leben, Phantasie und seelenvolles, Heimat und Balladen.
Über Mitteilungen würde ich mich freuen.
Die Gedichte dürfen mit meinem Namen verwendet werden.
Nun wünsche ich viel Spaß beim Lesen.
Euer Detlef Maischak